Bitcoin verwahren
Sind die Bitcoin einmal gekauft, entscheidet die Art der Aufbewahrung darüber, wie sicher sie wirklich sind. Hardware-Wallets gelten als der sicherste Weg, den privaten Schlüssel selbst zu verwahren – hier die Unterschiede der von uns empfohlenen Modelle.
Bitbox - Hardwarewallet
- Hauptsitz
- Zürich (Adliswil), Schweiz
- Gründung
- 2015 als ETH-Zürich-Spin-off (Shift Devices AG), heute Shift Crypto AG; Gründer Douglas Bakkum und Jonas Schnelli
- Regulatorik
- Reiner Hardware-/Software-Hersteller, verwahrt selbst keine Kundengelder, daher keine FINMA-Finanzdienstleistungslizenz nötig
- Nutzer
- keine öffentlich bezifferte Nutzerzahl; am Markt seit 2015 mit BitBox01, seit 2019 BitBox02
- Gründerteam
- Douglas Bakkum und Jonas Schnelli
- Unternehmensführung
- Douglas Bakkum weiterhin als CEO an der Spitze
- Investoren
- u. a. SIX FinTech Ventures (Beteiligung der Schweizer Börsenbetreiberin SIX) als strategischer Investor
- Firmware und App vollständig Open Source
- Bitcoin-only-Edition für maximalen Sicherheitsfokus
- Schlanker Code reduziert die Angriffsfläche
- Mitgründer Jonas Schnelli ist langjähriger Bitcoin-Core-Mitwirkender
- Keine iOS-/iPhone-Unterstützung
- Touch-Bedienung erfordert kurze Eingewöhnung
- Eingeschränkte Auswahl unterstützter Kryptowährungen
Ledger - Hardwarewallet
- Hauptsitz
- Paris, Frankreich (weitere Standorte u. a. London, New York, Singapur)
- Gründung
- 2014 von einem achtköpfigen Gründerteam um Éric Larchevêque und Nicolas Bacca
- Regulatorik
- Reiner Hardware-/Software-Hersteller, verwahrt selbst keine Kundengelder, daher keine eigene Finanzdienstleistungslizenz nötig
- Nutzer
- über 6 Mio. verkaufte Geräte in mehr als 200 Ländern (Stand 2025)
- Gründerteam
- achtköpfiges Gründerteam, u. a. Éric Larchevêque, Nicolas Bacca, Joel Pobeda
- Unternehmensführung
- Pascal Gauthier seit 2019 als Chairman & CEO an der Spitze
- Investoren
- über 600 Mio. $ eingesammelt, u. a. von 10T Holdings, Samsung Ventures, Cathay Innovation
- Sehr breite Unterstützung verschiedener Kryptowährungen
- Große, aktive Nutzerbasis und viel Dokumentation
- Komfortable Begleit-App mit Kauf-/Tauschfunktionen
- Größte installierte Basis aller Hardware-Wallet-Hersteller
- Secure-Element-Firmware nicht vollständig Open Source
- 2020 waren Kundendaten (nicht Gelder) von einem Datenleck betroffen
- Januar 2026: Datenleck beim Zahlungsdienstleister Global-e legte Namen/Kontaktdaten von Kunden offen (laut Ledger blieben Geräte, Software und Gelder unberührt)
Trezor - Hardwarewallet
- Hauptsitz
- Prag, Tschechien
- Gründung
- 2014 von SatoshiLabs (gegründet 2013 von Marek Palatinus und Pavol Rusnák) als erste kommerzielle Hardware-Wallet überhaupt vorgestellt
- Regulatorik
- Reiner Hardware-/Software-Hersteller, verwahrt selbst keine Kundengelder, daher keine eigene Finanzdienstleistungslizenz nötig
- Nutzer
- über 2 Mio. verkaufte Geräte in mehr als 150 Ländern seit 2014
- Gründerteam
- Marek Palatinus ("Slush") und Pavol Rusnák
- Unternehmensführung
- Matěj Žák seit 2023 als CEO an der Spitze (zuvor Chief Product Officer)
- Investoren
- keine externe Finanzierung bekannt, eigenfinanziert seit Gründung
- Ältester Hardware-Wallet-Hersteller (seit 2014)
- Hardware und Firmware vollständig quelloffen
- Große, unabhängige Sicherheits-Community prüft den Code
- Bedienoberfläche wirkt im Vergleich weniger poliert
- Ältere Modelle hatten bekannte, inzwischen geschlossene physische Angriffsvektoren
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